Die eignenen drei Wände (18.-24. September 2006)
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Nach längerer Zeit hier aktuelle Bilder von der Baustelle: Es hat
sich mächtig was getan! Zur Erklärung muss man sagen,
dass wir unsere letzten Wochenenden in Fliesenmärkten,
Küchenstudios und bei Sanitärausstattern verbracht haben, und
natürlich vor dem eBay. Davon sieht man im Moment so direkt wenig,
aber es sind viele Entscheidungen über Detaillösungen
getroffen worden.

Zuerst wird eine ganz schön grosse Menge Holz geliefert; hier
sieht man nur die richtig langen Balken. Das allein war schon ein
Abenteuer, weil der Laster versehentlich in der Annahme bepackt worden
war, dass an der Abladestelle ein Kran zur Verfügung steht. Hier
durfte auf Jana's Initiative hin Herr Sakalowski mit seinem Stapler
helfen - Dankeschön!

Die Wände werden zunächst im Liegen auf der Bodenplatte
vorgefertigt. Zuunterst liegt die Südwand, hier entsteht gerade
die Nordwand. Ein Bauklo haben wir inzwischen auch (von WC-Maxl aus
Maxen, woher sonst)...

Hier der Beweis: Die Zimmerleute hatten zumindest einen Plan dabei!
Alberto (rechts) heftet die DWD-Platten mit dem Druckluft-Tacker an. Im
Vordergrund die für die Sanierung vorbereitete Stützmauer -
eine unselige Geschichte, die noch an anderer Stelle geschrieben werden
wird.

Am 22. September rückt bei traumhaftem Wetter morgens der Kran an.
Hier wird ein Balken an der Ostwand befestigt, damit der Schlupf
angebracht werden kann.

Auf geht's. Die Stellung des Kranarms lässt Böses ahnen, und
so war es letztlich auch: Der Kran war eigentlich eine Nummer zu klein.
Zwischendurch musste ein etwas grösserer einer gern genommenen
Baufirma der Umgegend aushelfen, aber am Ende hat es doch gepasst.

Diese Wand wiegt etwas mehr als eine Tonne - aber ob das leicht ist, ist auch eine Frage des Hebels.

Der Kran zirkelt herum vor die Südseite der Bodenplatte, um die Nordwand zu heben.

Bis dahin ging's leicht - aber ein weiterer Blick auf den Kranarm
zeigt, dass jetzt ein Problem entsteht. Der Kran hält am Ende die
Wand hoch und eine um den an der Nordseite stehenden Apfelbaum
herumgelegte Winde macht die Sache klar. Im Vordergrund eine
Stütze für die Ostwand, noch liegend die Südwand.

Fritz war den ganzen Tag dabei und dachte sich...

..."was die können, kann ich auch!"

Einfach ein nettes Bild, oder?

Etwa an dieser Stelle im Ablauf kam unser Architekt (hier mit seinem Zweitwagen) zu Besuch.

Die Nordwand hat nach dem Aufrichten das Problem, dass sie noch
bündig zur Ostwand gezogen werden muss, da sie weiter hinten
montiert wurde. Das war problematisch und hier musste der grössere
Kran ran. Dirigierend unser Zimmermann Andreas von der Zimmerei "Die
Axt" aus Dresden.

Die ersten drei Wände
wurden je eine pro Tag von zwei Zimmerleuten gebaut. Hier Andreas'
Partner Alberto aus Mexico. Tja, bei uns arbeiten eben keine Polen! (Keine Angst, alles legal!)

Und so sieht das dann nach mehr als sechs Stunden aus, nachdem auch noch die Südwand steht.
Wir sind etwas überrascht, weil das Haus nun doch grösser als
erwartet wirkt. Aber das gibt sich bestimmt ganz schnell wieder...

Blick von Nordosten. Man erkennt auch die hochgezogene Schalung der
Stützmauer, denn die Sanierung ist inzwischen vollzogen. An der
Innenseite der Stützmauer sind gerade rechtzeitig vor dem
Aufrichten der Wände noch Dämmplatten angebracht worden.

Naja, und wie man hier sieht, fehlt dem Haus noch eine ganz
entscheidende Wand. Wir müssen nicht nur das Regenwasser
fürchten, das nicht in die Dämmständer gelangen
darf, sondern auch noch den Wind, der hier hervorragende "Segel"
vorfindet. Zumindest über das Wochenende bleibt aber Super-Wetter
mit klarstem Himmel. Ich streiche übrigens Samstag und Sonntag
schon mal unsere Geschossdecke: Das macht sich besser, solange die
Rauhspundbretter noch nicht verbaut sind.

Ein etwas anderer Blickwinkel.

Hier sieht man, dass Teile der Südwand angenehm verschattet
werden, solange die beiden grossen Apfelbäume Laub tragen. Im
Winter kommt mehr Licht hindurch und die Fassadenkollektoren bringen
einigermassen ungehindert ihren Ertrag.

Auf der Rückseite der Nordwand erkennt man, dass hinter der
Stützwand zur besseren Dämmung kaschiertes Material verbaut
worden ist. Ansonsten: Ganz schön hoch, oder?

Blick auf die Ostwand von "innen", links unten die Haustür. Die
Dämmfächer werden mit Isofloc ausgeblasen, wenn auf der
Innenseite der Wände OSB-Platten montiert worden sind.

Hier erkennt man sehr schön unsere voll verglaste Westwand... 8-}

Der Kinderchor (hier nach Haarfarbe sortiert) übt bereits Loblieder für das Richtfest.
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zuletzt aktualisiert: 25. September 2006