Gut bedacht (28. September bis 10. Oktober 2006)
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Die letzten Wochen waren für uns sehr
anstrengend. Weil Arbeit am und unmittelbar für das Haus vorging,
ist es auf dieser Seite etwas still geworden. Aber umso mehr ist
passiert: Der Rohbau ist nahezu fertig. Um das Dach bzw.
seine Abwesenheit ranken sich sehr unangenehme Erinnerungen, die
durch Fotos (glücklicherweise) nur wenig dokumentiert sind.
Nachdem die Wände grob aufgerichtet waren, gab es Anfang Oktober
regnerisches Wetter und u.a. einen Morgen, an dem es in einem Gewitter
in Strömen regnete, aber das Dach nicht vollständig mit
Planen abgedeckt war. Dementsprechend stand das Wasser auf der
Bodenplatte und ich im Wasser... Daraufhin wurde das Dach
schnellstens geschlossen und nach kleineren Korrekturen ist es nun
trocken im Haus. Die DWD-Platte als derzeitige Aussenhaut ist für
begrenzte Zeit in der Lage, Bewitterung zu widerstehen, aber es bleibt
die Aufgabe, die Aussenverschalung so schnell wie möglich
anzubringen.

Das ist unser Richtkranz, von Maria präpariert. Ob der Schnaps noch lecker ist, nachdem er in der Sonne hing?

Weil's so schön ist... Beim Richtfest selbst haben wir nur ein
einziges Foto und einen Film von der Rede der Zimmerleute gemacht -
klar, da ging's ja mehr ums Trinken.

Besagtes Foto am Ende der Veranstaltung: Alberto gewinnt
"überraschend" gegen Klaus beim Schach. Die beiden sind für
Zimmerleute erstaunlich trocken geblieben.

Eine Woche nach Schliessung der Dachhaut mit DWD-Platten rücken
Schwarze&Vogt an. Die Zimmerleute haben bereits die geneigte
Dachlattung vorbereitet...

...wie man hier sieht.

Mit Kran geht alles besser; jetzt ist auch schon die Querlattung montiert.

Zuerst werden die Ziegel auf dem Dach an Ort und Stelle verteilt.
Unsere Ziegel sind vergleichsweise sehr gross - es sollte also schnell
gehen und das tut es am Ende auch.

Detail der Deckung. Man erkennt die seitlich sehr weit
auskragenden Rinnen. Die brauchen die Ziegel auch wegen der geringen
Dachneigung.

Im Hintergrund das erste geschlossen gedeckte Stück Dach, vorn die
Tritteisen für den Schornsteinfeger. Dazwischen der Bereich
für die Tritte mit verstärkter Dachlattung.

Die "Probedeckung" aus einer anderen Perspektive. Die Ortgangsteine
sind teilweise entweder zerbrochen geliefert worden oder beim Einbau
kaputt gegangen; die Ortgänge werden jedenfalls noch eine Weile
nicht komplett sein. Im Hintergrund noch eine der Folien, die die
DWD-Platten gegen Regen schützen sollen.

Südliches Traufbrett, Rinneneisen und Titanzinkrinne.

Zum ersten Mal zu sehen: Unser Schornsteinkopf. Die Deckplatte steht
etwas eigenartig über; das soll allerdings vom Hersteller aus so
sein. Wir werden wahrscheinlich noch WDVS-Platten abringen
und einen Putz aufziehen, dann wird die Platte kaum noch
überstehen.

So sieht der Schorni-Catwalk im fertigen Zustand aus.

Blick auf die nördliche Dachhälfte. Es fehlen noch einige
First- und Ortgangsteine, die Anarbeitung der Esse und die Fallrohre.

Blick auf die Oststeite. Man sieht - Fenster! Die Ortgänge sind hier vollständig.

Ein Blick nach innen unter's Dach: Die Dämmsparren werden oberhalb
des Firstbalkens durch Zangen stabilisiert, der Balken durch zwei
Stahlstützen auf die Geschossdecke durchgestützt. Die unteren
Balken der Dämmsparren sind mit Dübeln an den oberen
befestigt und haben keine statische Funktion; sie halten nur die
Dachverkleidung und das Dämmaterial zusammen.

An einem der Nachfeier-Abende schneide ich mit einem Brotmesser
zwölf kreisrunde Öffnungen in das Dämmaterial der
Sparren, damit das zentrale Lüftungsrohr im Obergeschoss
durchgeführt werden kann. Damit der Pfaui etwas längere
Stücken schieben kann, werden zwei Sparren unten eröffnet...

...und später wieder von mir geflickt und nachgedämmt.

Das Gerüst musste nachträglich umgebaut werden, damit
das Vordach montiert werden konnte. Kaum zu glauben, aber man kann
sich daranhängen und es hält! Aber bitte nicht nachmachen,
JEDEN hält es wahrscheinlich doch nicht... Inzwischen ist das Dach verblecht.

Andreas bei der Montage des Vordaches. An dem Tag trug ich schon ein Fleece.

So sieht die Ostseite insgesamt aus; hier sieht man das verblechte
Vordach, die Notentwässerung des Daches, die Folie an der
Nordseite. Der Gebäudesockel ist mit Bitumenanstrich vorbehandelt.
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zuletzt aktualisiert: 19. Oktober 2006