Pfingstbaggerparty.
Diesmal sind wir angetreten, um unsere verbleibenden Rohrgräben
komplett fertigzustellen, damit die grösseren Baggeraktionen
vorerst ein Ende haben. Dazu haben wir uns wieder von Nagel einen
Bagger (diesmal noch etwas kleiner, einen Dreitonner) und zwei
Hoppeltiere eingeladen. Der Bagger kommt am Freitag und es geht schon
nachmittags los, aber ich bin erst ab Samstag dabei, da ich in dieser
Nacht noch bis 4 Uhr 30 in der Firma sitze und neue Rechner
installiere. Es sind nur drei Tage Zeit für ein grosses Vorhaben,
also ist von Beginn an Eile geboten.

Das ist die Situation am Samstag abend, der Graben ist gezogen, aber
die Sohle hat noch keine Messung gesehen. Leider kann unser
Baggerfahrer Arnold F. aus Rothenburg o.d.T. am Sonntag nicht
mitarbeiten - da tritt folgender Herr auf den Plan und bietet seine
Dienste an:

Nach zähen
Verhandlungen wird die Baggerschaufel in Gummi gehüllt und der
Proband mit Handschellen in den Bagger gesetzt - dann geht's weiter.
Der grosse Graben wird geleert und der Grabenkopf verbreitert. Dann
wird der Graben mit Inhalt gefüllt - und das hat's in sich.

Diese Schlangen (und weitere, die man hier nicht sieht) wollen
alle in den Graben - aber nicht kampflos. Besonders die PE-Rohre
erweisen sich wegen ihrer Steifheit als unangenehme Gegner. Sven's
Verbindungen zur Klärgrube sind weitgehend fertiggestellt.

Wenn wir die Gräben schliessen wollen, müssen wir auch die
AQUAMax-Anlage einbauen, da deren Kabel logischerweise am Korpus
angegossen ist. Glücklicherweise hat Jana (für andere Zwecke)
ein passendes Panzerrohr gekauft, durch das wir das Kabel in den
Fuchsbau ziehen können, ohne aufgehalten zu werden. Hier fehlt
auch nicht mehr viel: In der Kläranlage selbst muss im
Wesentlichen nur noch die Probenahme-Flasche eingebaut werden. Wir
haben auch ein Reservekabel gezogen. Man kann erkennen, dass die Grube
randvoll ist - und das schon seit drei Wochen. Was man nicht sieht,
ist, dass die Wasseroberfläche immer noch einen Berg am
unteren Rand des Ablaufrohres bildet. Mit dem Ausgangs des Tests
der Dichtheit können wir sehr zufrieden sein.

Die Grabeninsassen, fotografiert im jetzigen Grabenkopf: Man erkennt
die KG-Rohre des mit ziemlich genau 4-prozentiger Neigung verlegten
Abwasserrrohres und des Regenrohres. Ausserdem nehmen zwei PE-Rohre
für den Erdwärmetauscher teil und zwei weitere PE-Rohre
für die Rückführung des Zisternenwassers. All jene
liegen im Kopf auf etwa zwei Meter unter der Oberkante des
Fundamentplanums. Etwa vierzig Zentimeter herangekarrten Sandes
darüber liegen Telekomkabel, Datenkabel zum Fuchsbau und ein
fünfpoliges Steuerkabel zur Zisterne. Den Abschluss nach oben
bilden die Trassenbänder.

Auch von kräftigen Menschen kaum zu heben und unverschämt
teuer: Das Kabel für unsere Elektrozuführung, von Jana noch
am Freitag besorgt und herangeschafft, wird es an diesem Wochenende -
soviel sei schon verraten - doch noch nicht eingebaut. Vielleicht ein
gutes Spekulationsobjekt, denn der Kupferpreis soll sich im vergangenen
Jahr verdoppelt haben. Kauft Kupfer!

Das ist dann auch schon wieder (fast) alles, was man vom
Wochenende sieht: Unter den Platten befindet sich der Grabenkopf. Der
Bagger, der zwischenzeitlich "eingebaggert" war, hat sich befreit und
den Graben wieder zugeschoben. Ausserdem geht es in der Einfahrt des
Fuchsbau voran:

Fritze hat in Krach und Dieselgestank geduldig mit mir das
Mineralgemisch festgerüttelt, und so sieht es hier inzwischen
deutlich friedlicher aus. Leider sind Sand und Mineralgemisch restlos
alle, so dass einige Stellen nur fast fertig sind.

Der fällt auch noch mit ab: Der Graben zwischen Fundamentgrube und
Elektromast. Jetzt liegt ein Panzerrohr mit Koaxkabel und einem
Durchziehdraht in der Erde und die Oberfläche ist leidlich
verfüllt, wenn auch nicht maschinell verdichtet. Apropos Mast: Der
Zirni hatte die Idee, auf den Mast ein Wagenrad zu montieren und ein
Storchennest zu bauen. Diese Idee gefällt uns gut; wir werden mal
herausbekommen, ob unser Mast für Störche interessant sein
könnte und ob man das Kotproblem in den Griff bekommt. Ich habe
jedenfalls erst in der letzten Woche in Possendorf einen an der Strasse
stehen sehen.

Sorgten auf der Party für den richtigen Wumms: Ein kleinerer
Fritze-Verdichter und ein Rammax, diesmal mit ordentlich
festgeschraubtem Gaszug.

Im Erdgeschoss des Fuchsbaus wachsen die Innenwände.

Hier unser professionellen Ansprüchen NICHT genügendes Schubkarrée. Davon sind drei gut benutzbar - immerhin.

Und auch hier heisst es am Ende wieder: Bagger putzen. Diesmal
einfacher als zu Himmelfahrt, da es zum Glück nicht ernsthaft
geregnet hat. Mit diesem Bagger durfte ich auch ein wenig "baggern":
Ja, das macht durchaus Spass! Die Einfahrt ist übrigens auch
nochmal dem Verdichter unterzogen worden; ich bin gespannt, ob das
hilft.
Am Ende ist klar: Es wird noch eine Baggeraktion geben, um unsere
Elektro-Zuleitung und die Trinkwasserleitung zu legen. Und zwar am
kommenden Wochenende!
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zuletzt aktualisiert: 08. Juni 2006