Froschradweg, 02.-06. August 2010 - oder: Warum Gartenzwerge aus der Mode gekommen sind
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Heinrich und Friedrich waren mit
den Großeltern per Fahrrad in der Lausitz unterwegs. Das Wetter
war im August auch schon weniger regnerisch, aber wohl auszuhalten und
es ergaben sich einige Gelegenheiten, sich als "Frosch" schwimmend zu
betätigen. Zwischen
Bautzen und Görlitz wurden über Niesky und
Weißwasser insgesamt etwa 230 km auf dem Fahrrad
zurückgelegt. Von den Fotos hier das, was die Zensur
übriggelassen hat.

Wie wir erfuhren, gibt es in der
Lausitz nicht nur frohsinnigen Fröschen gewidmete Radwege, sondern
auch solche, die Seeadler und sogar prähistorische
Kreaturen ehren, wie man noch sehen wird.

Oma...

... und Opa reisen also in mehr
oder weniger geräumigen Gepäckabteilen an, wobei letzterer
aus der Not eine Tugend zu machen sucht, dabei aber knapp den
Weltrekord im Fahrrad-durch-den-Abteilwagengang-Hürden-Weittragen verfehlt.

Dieses Bild erinnert an eines
der beiden Dinge, für die Bautzen berühmt ist. Es entsteht
zwar kurz nach Beginn der Reise...

...dennoch ist Friedrich bereits
so ausgehungert, daß schon am ersten Tag das gesamte Taschengeld
für Knoblauchsenf draufgeht.

Als Dessert gab's Kautschuksenf mit Camem-Beeren.

Nach dem Schutzblechputzen schon wieder Essen am Abend des ersten Tages.

Im Anschluß wurden noch
einige ältere Exemplare eines bekannten, alles in
allem bereits über 150 Jahre alten Satiremagazins konsumiert
(die "Titanic" ist nicht gemeint, die Namenspatronin ist ja noch nicht einmal hundert
Jahre alt).

Obwohl Schulen im Gegensatz zu
Gartenzwergen durchaus noch en vogue sind stand am nächsten
Tag ein Besuch in einem Schulmuseum auf dem Programm. Die nette
Dame demonstriert Friedrich gerade, wie ein pädagogischer
Zeigefinger auszusehen hat.

Im Anschluß wird das Schreiben mit Federkiel und sächsischem Aristokratenblut geübt.

Heinrich bearbeitet eine
klassische Aufgabe: Nachdem er bereits das oben links sichtbare
Blatt Papier mit Reimworten auf "Mönch" randvoll beschrieben hat,
versucht er sich nun an der "Stradivarius-Herausforderung".

Da drückt auch die
Großmutter gern noch einmal die Schulbank. Im Vordergrund eine
antike Form eines "Glücksrades".

In der Pause spielt Heinrich
Scrabble, hier mit einer rekordverdächtigen Buchstabenkombination,
obwohl man auch "Lausenschleim!" hätte legen können.

Friedrich setzt zum Spurt an...

...und Oma folgt im Windschatten.

Frösche mögen übrigens keine Spinnenwespen, oder Wespenspinnen. Wegen der Haare auf den Beinen.

Frösche mögen Cornetto, wegen des versenkbaren Stiels trägt man aber besser Helm dabei.

Hier ist das innere der Fahrradkirche Diehsa
zu sehen. Trotzdem legt man den Helm höflich draußen ab und ob die
Trinkflasche auf Wunsch auch mit Wein aufgefüllt werden kann, ist
fraglich.

Innenansicht, die Pfeifen der
Orgel wurden aus alten Sattelstützen gefertigt und mit
Schutzblechen verkleidet. Antrieb: Doppelhub-Kolbenluftpumpe mit
französischem Ventil. Der Kandelaber ist aber echt und hat gar
nichts nichts mit Velozipedien zu tun.

"Genau jetzt, hier unter diesem Baum, werden Sie verpflegt!" Es gab GEFRO-Suppe mit Brühpolnischen.

Digestion.

Hier wird ein sorbischer Mythos zum Medienereignis. Oder umgekehrt. Siehe auch Měrćin Nowak-Njechorński
alias Martin Neumann, dessen Familienname nach seinem Geburtsort
benannt wurde und der zur Sicherheit oder wegen seiner zwei Namen
gleich zwei Mal mit dem Vaterländischen Verdienstorden der DDR
dekoriert wurde. Also ich finde das protzig, da könnte ja jeder
Wunnibald Doberlug-Kirchhainer heißen und irgendwelche Plaketten
nachgeworfen bekommen.

Detail mit Abendsonne.

"Drah di net um" - schau, schau, der 'Meister' geht persönlich rum.

Was ist der Unterschied zwischen
den früheren polnischen Nummernschildern und dem magischen Buch
des Raben? - Da ist keiner, weiße Zeichen auf schwarzem Grund,
kein Paperback!

Teile des Interieurs sind im Film zu sehen.

Ein verlockender Radweg...

...führt zu diesem
idyllischen Ruheplätzchen. Etwas Schatten spendet das
prächtige, einen innigen Reigen andeutende T.Rex-Pärchen an einer Stelle, an der der
gleichnamige Radweg den Froschradweg kreuzt. Wer sähe so etwas
nicht auch gern in seinem Garten? Folgerichtig die Orientierung
der Sitzbank, denn das Erhabene kann ohne das Profane nicht sein!

Waldschlößchen-Brücke
im Pückler-Park Bad Muskau. Wikipedia brilliert bei diesem Thema
übrigens mit der famosen Feststellung, der Park sei "das einzige
sächsische Welterbe und das einzige deutsche Welterbe, das sich in
zwei Staaten befindet".

Womit dann auch geklärt sein
dürfte, welches die einzigen beiden deutschen Staaten sind, die
sich ein sächsisches Welterbe teilen.

Was hält dieser T.Rex-Frischling (diesmal nicht aus Beton, denke ich) da eigentlich im Arm?

"Es war der Gärtner."

Wiederum aus einem anderen
Material verfertigt ist dieses Anschauungsobjekt, wobei die
vorbildliche Markierung der Trennlinie zwischen Ober- und
Unterschenkeln hervorzuheben ist.

Minimal erforderliches Niveau zur Erreichung von Welterbe-Status, mit Palmwedeln.

Ein Hundertwasser-Zaun. Oder ist
der Opa beim Versuch, das Schloß der angeschlossenen
Fahrräder zu öffnen, wieder einmal ungeduldig geworden? Oder
der Tyrannosaurus wollte wieder die Sauerkirschen fortfressen...

Neiße-Friedensgrenze (?), trotz Brühpolnischer auch im August sooo kalt.

Waldeisenbahn Muskau (WEM),
Spurweite 600 mm (Dresdener Parkeisenbahn: 381 mm). Der Großvater
berichtet, daß werktags im Gegensatz zum Wochenende keine
Dampfloks (von denen eine "Diana" heißt) im Einsatz sind -
dafür ist der "Diesel-Fahrpreis" dann auch geringer.

Eigentümliche Ästhetik in Görlitz. Ob die Lichtlein im Advent dann auch entsprechend eingesetzt werden?

Der etwas andere "Görlitzer
Bahnhof". Die Mimi wünscht sich hier einen Seitenhieb auf das
durchschnittliche Empfangsprunkstück der Deutschen Bahn, aber ich
bin da noch vorsichtig, denn man sieht ja das Männerklo nicht...
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zuletzt aktualisiert: 08. August 2010